Biografie
Rainer Werner Fassbinder wurde am 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen geboren und wuchs in München auf. 1967 kam er zum Münchner Action-Theater, wo 1968 sein Stück „Katzelmacher“ herauskam; nach dessen Auflösung gründete er im selben Jahr mit Peer Raben und anderen das antiteater, für das er unter anderem „Preparadise sorry now“ und „Anarchie in Bayern“ schrieb und inszenierte. Aus dieser Theaterarbeit gingen 1969 seine ersten Spielfilme hervor; es folgten in rascher Folge unter anderem „Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“ und die Fernsehserie „Berlin Alexanderplatz“ (1980). In der Spielzeit 1974/75 leitete er das Frankfurter Theater am Turm mit; sein dort entstandenes Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ löste wegen antisemitischer Klischees eine lange Kontroverse aus. Von seinen insgesamt 24 Theaterstücken wird „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ weltweit am häufigsten nachgespielt. Fassbinder starb am 10. Juni 1982 in München, wenige Monate nachdem er für „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ den Goldenen Bären der Berlinale erhalten hatte.
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