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Komponist

Niccolò Piccinni

1728 – 1800 · Italienisch

Biografie

Niccolò Piccinni wurde am 16. Januar 1728 in Bari geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium S. Onofrio in Neapel, zunächst bei Leonardo Leo, ab 1744 bei Francesco Durante. Nach seinem Operndebüt 1754 wurde er rasch zu einem der meistbeschäftigten Komponisten Italiens; mit der 1760 in Rom uraufgeführten „La buona figliuola“ nach einem Goldoni-Libretto gelang ihm der größte Erfolg seiner italienischen Laufbahn. 1776 holte ihn der neapolitanische Botschafter Caracciolo nach Paris, wo er zum von den Gegnern Christoph Willibald Glucks favorisierten Komponisten wurde; die als „Querelle des Gluckistes et des Piccinnistes“ bekannte Fehde um die beiden Musiker prägte die dortige Operngeschichte der 1770er und 1780er Jahre. Piccinni unterrichtete auch Marie-Antoinette in Gesang und Cembalo und leitete ab 1782 die Gesangsschule der Pariser Oper. Nach der Französischen Revolution geriet er wegen jakobinischer Verdächtigungen unter Hausarrest, wurde bei seiner Rückkehr 1799 als Märtyrer der Revolution gefeiert und starb am 7. Mai 1800 in Passy bei Paris.

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