Biografie
Modest Petrowitsch Mussorgski wurde am 21. März 1839 auf dem Gut Karewo im Gouvernement Pskow geboren und starb am 28. März 1881 in Sankt Petersburg. Er erhielt früh Klavierunterricht, besuchte die Petrischule und anschließend die Kadettenschule der Garde in Sankt Petersburg, bevor er 1858 seinen Militärdienst aufgab, um sich der Musik zu widmen. Ab 1858 nahm er Unterricht bei Mili Balakirew und wurde Mitglied des Mächtigen Häufleins, einer Gruppe russischer Komponisten um Balakirew, César Cui, Alexander Borodin und Nikolai Rimski-Korsakow, die eine eigenständige nationalrussische Musik abseits westeuropäischer Konservatoriumstradition anstrebten. Neben seiner künstlerischen Arbeit war Mussorgski zeitweise als Beamter tätig; zunehmender Alkoholismus prägte seine letzten Lebensjahre und führte 1880 zu seiner Entlassung aus dem Staatsdienst. Mit Werken wie der Oper Boris Godunow, dem Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung und den unvollendeten Opern Chowanschtschina und Der Jahrmarkt von Sorotschinzy gilt er als einer der eigenständigsten und einflussreichsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts.
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