Milo RauDramatiker

Milo Rau

geb. 1977 · Schweizerisch

Biografie

Milo Rau wurde 1977 in Bern geboren und studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, unter anderem bei Pierre Bourdieu und Tzvetan Todorov. Ab 2000 schrieb er für die Neue Zürcher Zeitung, 2007 gründete er seine Produktionsgesellschaft International Institute of Political Murder (IIPM), die Theaterabende, Filme, Bücher und Ausstellungen zu historischen und politischen Konflikten erarbeitet. Bekannt wurde er mit Arbeiten wie „Die letzten Tage der Ceausescus“ (2009/10) und „Hate Radio“ (2011/12); es folgten unter anderem „Die Moskauer Prozesse“ (2013), „Das Kongo Tribunal“ (2015), „Five Easy Pieces“ (2016), „Orest in Mossul“ (2019), „Familie“ (2020) und „Antigone im Amazonas“ (2023). An der Berliner Schaubühne inszenierte er „Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs“ (2016), „Lenin“ (2017), „Everywoman“ (2020) und „Die Seherin“ (2025). Von 2018 an leitete er das NTGent in Belgien und formulierte dort mit dem „Genter Manifest“ sein Programm eines globalen Realismus; seit Juli 2023 ist er Intendant der Wiener Festwochen. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Schweizer Theaterpreis (2014), der Peter-Weiss-Preis (2017) und der Europäische Theaterpreis für Neue Realitäten (2018).

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