Biografie
Maria Lazar wurde 1895 in Wien als jüngstes von acht Kindern einer jüdischen Familie geboren und besuchte die reformpädagogische Schwarzwaldschule. 1920 erschien ihr erster Roman „Die Vergiftung“, 1921 kam ihr Einakter „Der Henker“ an der Neuen Wiener Bühne heraus; in den 1920er Jahren arbeitete sie vor allem als Feuilletonistin und Übersetzerin, unter anderem der ersten deutschen Ausgabe von „Der große Gatsby“. Ab 1930 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Esther Grenen, ihr Drama „Der Nebel von Dybern“ über den Gaskrieg wurde 1933 in Stettin uraufgeführt und von den Nationalsozialisten bald abgesetzt. Im Sommer 1933 ging sie gemeinsam mit Bertolt Brecht und Helene Weigel ins dänische Exil, 1939 zog sie nach Schweden, wo sie 1948 in Stockholm starb; ihr Roman „Die Eingeborenen von Maria Blut“ über den aufkommenden Nationalsozialismus in Österreich erschien 1937 nur in einer Exilzeitschrift und erst 1958 als Buch. Seit 2014 gibt der Wiener Verlag Das vergessene Buch ihr Werk neu heraus, und Stücke aus dem Nachlass wie „Die Hölle auf Erden“ und „Der blinde Passagier“ wurden 2024 und 2025 uraufgeführt.
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