Biografie
Luigi Dallapiccola wurde 1904 im damals österreichisch-ungarischen Pisino (Istrien, heute Pazin/Kroatien) geboren; die Internierung seiner Familie während des Ersten Weltkriegs prägte sein späteres humanistisches Engagement gegen Unterdrückung. Er studierte am Konservatorium in Florenz, wo er ab 1931 Klavier und ab 1940 auch Komposition unterrichtete und unter anderem Luciano Berio ausbildete. Nach der Begegnung mit Schönbergs Musik in den 1920er Jahren eignete er sich die Zwölftontechnik autodidaktisch an und entwickelte daraus einen eigenen, lyrisch geprägten Personalstil, der sie mit der italienischen Gesangstradition verband. Mit den Opern „Volo di notte" (1940), „Il prigioniero" (1950) und seinem letzten Werk „Ulisse" (1968) sowie zentralen Werken wie dem „Quaderno musicale di Annalibera" gilt er als führender italienischer Komponist der Nachkriegsmoderne. Dallapiccola starb 1975 in Florenz.
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