Biografie
Ludger Vollmer wurde 1961 in Berlin geboren und studierte von 1984 bis 1990 Violine, Viola und Komposition an der Musikhochschule in Weimar. Nach Seminaren bei Alfred Schnittke in Hamburg setzte er von 1995 bis 1999 sein Kompositionsstudium bei Dimitri Terzakis in Leipzig fort; zuvor hatte er als Bratschist in Orchestern gespielt und arbeitet seit 1993 als freischaffender Komponist. Überregional bekannt wurde er 2008 mit der Oper „Gegen die Wand“ nach dem Film von Fatih Akin, für die er 2009 den Europäischen Toleranzpreis erhielt; die Stuttgarter Inszenierung wurde 2011 mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Es folgten unter anderem „Lola rennt“ (2013) nach Tom Tykwer, die Roadoper „Tschick“ (2017) und „Buddenbrooks“ (2024) nach Thomas Mann. Mit seiner Methode F.R.A.M.E. setzt er auf schnelle, rhythmisch zugespitzte Szenen, die auch ein junges Publikum erreichen sollen. 2025 kam in Chemnitz seine Oper „Rummelplatz“ nach Werner Bräunig mit einem Libretto von Jenny Erpenbeck heraus; seit 2020 ist er Präsident des Landesmusikrats Hamburg.
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