Biografie
Louise-Angélique Bertin wurde am 15. Februar 1805 nahe Paris geboren, als Tochter des „Journal des débats“-Herausgebers Louis-François Bertin und der Pianistin Geneviève-Aimée-Victoire Boutard, die ihr die erste Musikausbildung gab. Folgen einer Kinderlähmung schränkten ihre Beweglichkeit lebenslang ein, hielten sie aber nicht vom Komponieren ab: Sie studierte bei François-Joseph Fétis und Anton Reicha, dem Lehrer von Berlioz und Liszt. Mit den Opern „Guy Mannering“ (1825, nach Walter Scott) und „Le loup-garou“ (1827) begann ihre Bühnenlaufbahn, 1831 folgte „Fausto“ nach Goethe und 1836 ihr bekanntestes Werk, „La Esmeralda“, zu einem eigens von Victor Hugo verfassten Libretto. Nach dem Skandal um diese Oper wandte sich Bertin verstärkt der Lyrik zu; für ihre Gedichtsammlungen wurde sie von der Académie française ausgezeichnet, und Charles Gounod vertonte später ihr Gedicht „Si la mort est le but“. Sie starb 1877 in Paris.
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