Lot VekemansDramatiker

Lot Vekemans

geb. 1965 · Niederländisch

Biografie

Lot Vekemans wurde 1965 in Oss geboren, studierte in Utrecht Sozialgeografie und schloss 1993 an der Amsterdamer Schreibschule ’t Colofon eine Ausbildung zur Theaterautorin ab. Anfangs schrieb sie neben der Arbeit als Theaterjournalistin, ab 1999 konzentrierte sie sich ganz auf die Dramatik. Häufig stellt sie Figuren aus dem Schatten bekannter Held:innen in den Mittelpunkt, etwa Antigones Schwester Ismene im Monolog „Schwester von“ (Zus van, 2005) oder den Jünger in „Judas“ (2007). Ihr Stück „Gift“ (Gif, 2009) über ein getrenntes Paar, dessen Ehe am Tod des Sohnes zerbrochen ist, brachte ihr 2010 den Taalunie Toneelschrijfprijs ein und kam 2024 als Film „Poison“ mit Tim Roth und Trine Dyrholm heraus. Es folgten unter anderem „Vals“ (2013) und „Momentum“ (2018), außerdem die Romane „Een bruidsjurk uit Warschau“ (2012) und „De verdwenene“ (2021). Für ihr Werk erhielt sie 2005 den Van-der-Vies-Preis und 2016 in Köln den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis für religiöse Dramatik; sie gilt als die im Ausland meistgespielte niederländische Theaterautorin.

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