Biografie
Leon Jessel wurde 1871 in Stettin geboren. Er arbeitete ab 1891 als Kapellmeister in mehreren deutschen Städten, bevor er sich 1911 in Berlin niederließ und sich verstärkt der Operettenkomposition zuwandte; 1915 gehörte er zu den Mitbegründern der Verwertungsgesellschaft GEMA. Seinen größten Erfolg erzielte er 1917 mit der Operette „Schwarzwaldmädel“, die innerhalb von zehn Jahren rund 6000 Aufführungen erreichte. International bekannt wurde vor allem sein Instrumentalstück „Die Parade der Holzsoldaten“. Obwohl Jessel bereits 1894 zum Christentum konvertiert war, wurde ihm als Person jüdischer Abstammung 1937 die Zugehörigkeit zur Reichsmusikkammer entzogen; 1941 verhaftete ihn die Gestapo, und er starb im Januar 1942 im Jüdischen Krankenhaus Berlin an den Folgen der Misshandlungen.
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