Biografie
Lars Norén wurde 1944 in Stockholm geboren und trat zuerst als Lyriker hervor; sein erster Gedichtband erschien 1963. Sein erstes Bühnenstück „Fursteslickaren“ (Der Fürstenlecker) kam 1973 am Stockholmer Dramaten heraus, den Durchbruch brachten Anfang der 1980er Jahre die teils autobiografischen Familiendramen „Natten är dagens mor“ (Nacht, Mutter des Tages) und „Kaos är granne med Gud“ (Chaos ist nahe bei Gott). Später rückte er Menschen am Rand der Gesellschaft ins Zentrum, etwa in „Personkrets 3:1“ (Personenkreis 3.1), mit dem Thomas Ostermeier 2000 seine Leitung der Berliner Schaubühne eröffnete. Ab 1993 inszenierte Norén auch selbst; er leitete die Schauspielsparte des Riksteatern und ab 2009 das Folkteatern in Göteborg. Insgesamt schrieb er weit über hundert Stücke, im Spätwerk – etwa der Trilogie über das Altern mit „Andante“ (Uraufführung 2019) – kreiste er um Zeit, Erinnerung und Tod. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nordische Preis der Schwedischen Akademie (2003) und der Bellman-Preis (2012); Norén starb im Januar 2021.
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