Biografie
Ketan Bhatti wurde 1981 in Neu-Delhi geboren, wuchs in Bielefeld auf und studierte Jazz-Schlagzeug an der Universität der Künste Berlin; von 2010 bis 2012 war er dort Stipendiat der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften. Seine Musik bewegt sich zwischen Neuer Musik, Elektronik, Jazz und Hip-Hop: Als Schlagzeuger spielte er unter anderem bei Cyminology und im Brandt Brauer Frick Ensemble, 2013 gründete er mit Cymin Samawatie das Trickster Orchestra, das 2022 den Deutschen Jazzpreis erhielt. Mit seinem Bruder Vivan Bhatti schreibt er seit 2003 Schauspielmusik, vor allem für Inszenierungen von Nuran David Calis, und seit 2009 die Musik der Breakdance-Gruppe Flying Steps, deren Produktion „Flying Bach“ 2010 einen Echo-Klassik-Sonderpreis bekam. Gemeinsam entstanden auch Musiktheaterwerke wie „Discount Diaspora“ (2011) nach Feridun Zaimoglu und „Das schwarze Wasser“ (2016) nach Roland Schimmelpfennig für die Neuköllner Oper, die Döblin-Oper „Berlin Alexanderplatz“, 2022 am Theater Bielefeld uraufgeführt, und „Der rote Wal“ auf ein Libretto von Markus Winter, 2025 an der Staatsoper Stuttgart uraufgeführt. 2008 erhielt Bhatti den Karl-Hofer-Preis, 2023 zusammen mit Cymin Samawatie den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Komposition Interkulturelle Begegnung.
Auf Stagelog
Statistiken laden...