Biografie
Hüseyn Cavid wurde 1882 in Nachitschewan als Sohn eines Geistlichen geboren, studierte in Täbris und schloss 1909 ein Literaturstudium an der Universität Istanbul ab. Danach arbeitete er als Lehrer in Nachitschewan, Gandscha und Tiflis, ab 1915 in Baku, und wurde zu einer der prägenden Figuren der modernen aserbaidschanischen Literatur. In philosophisch grundierten Versdramen wie „Scheich Sanan" (1914) und „Iblis" (1920) verband er religiöse und gesellschaftliche Themen mit romantischem Pathos. 1937 wurde er unter dem Vorwurf konterrevolutionärer Umtriebe verhaftet und nach Sibirien verbannt, wo er 1941 im Lager starb. 1956 wurde er offiziell rehabilitiert, seine sterblichen Überreste 1982 nach Nachitschewan überführt.
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