Biografie
Giulio Caccini wurde 1551 in Rom geboren und kam als junger Sänger an den Hof der Medici in Florenz, wo er sich als Instrumentalist und Gesangslehrer einen Namen machte. Als Mitglied der Florentiner Camerata um Graf Giovanni Bardi entwickelte er gemeinsam mit Jacopo Peri die Monodie – einen solistischen Sprechgesang mit schlichter Begleitung –, die den Übergang von der Renaissance-Polyphonie zur neuen dramatischen Musik der Barockzeit einleitete. 1602 ließ er seine eigene Vertonung von Ottavio Rinuccinis Libretto „Euridice“ drucken, noch bevor Peris gleichnamige, tatsächlich zuerst aufgeführte Oper erschien. Mit seiner 1601 veröffentlichten Sammlung „Le nuove musiche“ schuf er zudem die erste systematische Anleitung zum virtuosen Sologesang dieser Stilrichtung. Caccini starb 1618 in Florenz.
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