Biografie
Georges Perec wurde 1936 in Paris als Sohn polnisch-jüdischer Einwanderer geboren; sein Vater fiel 1940 als Soldat, seine Mutter wurde 1943 deportiert und kam vermutlich in Auschwitz ums Leben. Er brach ein Studium der Geschichte und Soziologie an der Sorbonne ab und arbeitete von 1961 bis 1978 als Archivar in einem neurophysiologischen Forschungslabor des CNRS in Paris. Für seinen ersten veröffentlichten Roman „Les Choses“ (1965, deutsch „Die Dinge“) erhielt er den Prix Renaudot; ab 1967 gehörte er der Gruppe Oulipo an, die Literatur unter selbst gesetzten formalen Regeln erprobt, und schrieb 1969 mit „La Disparition“ einen ganzen Roman ohne den Buchstaben e. Zu seinen Hauptwerken zählen außerdem „W ou le souvenir d’enfance“ (1975), das Kindheitserinnerungen mit einer fiktiven Inselerzählung verschränkt, und „La Vie mode d’emploi“ (1978, deutsch „Das Leben Gebrauchsanweisung“), für das er den Prix Médicis bekam. Ab Ende der 1960er-Jahre entstanden gemeinsam mit seinem Übersetzer Eugen Helmlé Hörspiele für den Saarländischen Rundfunk und den WDR, 1970 wurde in Paris sein Stück „L’Augmentation“ („Die Gehaltserhöhung“) uraufgeführt, und später schrieb er auch für den Film. Perec starb 1982 in Ivry-sur-Seine.
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