Biografie
Ernst Krenek wurde am 23. August 1900 in Wien geboren und studierte ab 1916 Komposition bei Franz Schreker, dem er 1920 nach Berlin folgte. Nach frühen, von Mahler und Strauss geprägten Werken wandte er sich in den 1920er Jahren jazzbeeinflussten Zeitopern zu; mit „Jonny spielt auf“ (1927) gelang ihm ein europaweiter Erfolg, der ihn zum meistgespielten Opernkomponisten seiner Generation machte. Ab etwa 1930 näherte er sich der Zwölftontechnik Arnold Schönbergs an, in der er mit „Karl V.“ (komponiert 1932/33) die erste abendfüllende Zwölftonoper der Musikgeschichte schrieb. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 emigrierte Krenek in die USA, dessen Musik die Nationalsozialisten zuvor bereits als „entartet“ gebrandmarkt hatten; er lehrte unter anderem am Vassar College und an der Hamline University, bevor er sich in Palm Springs niederließ. Zeitlebens wechselte er zwischen den Stilen – von Spätromantik über Neoklassizismus und Zwölftontechnik bis zu elektronischer Musik – und hinterließ weit über 200 Werke, darunter mehr als 20 Bühnenwerke. Er starb am 22. Dezember 1991 in Palm Springs, Kalifornien.
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