Aki KaurismäkiDramatiker

Aki Kaurismäki

geb. 1957 · Finnisch

Biografie

Aki Kaurismäki wurde am 4. April 1957 in Orimattila geboren und studierte an der Universität Tampere Literatur und Kommunikationswissenschaft, während er als Redakteur und Kritiker für eine Filmzeitschrift arbeitete. 1980 schrieb er sein erstes Drehbuch für einen Film seines Bruders Mika, mit dem er die Produktionsfirma Villealfa und das Midnight Sun Film Festival in Sodankylä gründete. Als Regisseur debütierte er 1983 mit einer ins heutige Helsinki verlegten Verfilmung von Dostojewskis „Schuld und Sühne“; mit „Schatten im Paradies“ (1986), „Ariel“ (1988) und „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ (1990) entstand seine proletarische Trilogie. Später folgten unter anderem „Der Mann ohne Vergangenheit“ (2002, Großer Preis in Cannes und Oscar-Nominierung), „Le Havre“ (2011), „Die andere Seite der Hoffnung“ (2017, Silberner Bär für die beste Regie) und „Fallende Blätter“ (2023, Preis der Jury in Cannes). Seine Filme sind geprägt von knappen Dialogen, meist statischer Kamera, trocken-lakonischem Humor und Außenseiterfiguren, oft im Helsinki der kleinen Leute; mehrere von ihnen wurden für deutschsprachige Bühnen bearbeitet, etwa am Schauspielhaus Bochum.

Auf Stagelog

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